Wandern rund um Bremen: 12 Touren zwischen Moor, Urwald und Wattenmeer
Flach heißt nicht langweilig. Wer aus Bremen raus will, findet in einer Stunde Fahrt alte Wälder, Moore, Deiche und sogar das Wattenmeer. Hier sind zwölf Touren, sortiert nach Landschaft, mit Startpunkt zum direkten Eintippen ins Navi.
Direkt in Bremen
Schönebecker Auetal (Start: An der Aue, 28757 Vegesack). Wiesen, kleine Wäldchen und ein See am Rand von Vegesack. Der Weg führt am barocken Schloss Schönebeck vorbei, in dem heute ein Museum untergebracht ist. Zugänge gibt es zwischen "An der Aue" und "Auf dem Krümpel" sowie über die Straße "Im Dorfe".
Jakobsweg Bremen (Start: Pilgerherberge, Katrepeler Landstraße 9, 28357 Bremen). Ein Stück der Via Baltica verläuft mitten durch die Stadt: von Borgfeld am Bürgerpark vorbei, durch den Friedenstunnel zum Dom, wo es einen Pilgerstempel gibt. Danach geht es über den Werdersee Richtung Weyhe bis zur Bartholomäus-Kirche in Barrien. Gesamtlänge knapp 23 Kilometer.
Alte Wälder
Urwald Hasbruch (Start: Parkplatz Am Forsthaus, 27798 Hude). Hier wächst seit mindestens 2000 Jahren Wald, einer der ältesten in Deutschland. Heute dominieren Eichen, darunter uralte Huteeichen, die als Naturdenkmal geschützt sind. Ein zwölf Meter hoher Holzturm bietet den Blick über die Baumkronen.
Neuenburger Urwald (Start: Parkplatz Oldenburger Str., 26340 Zetel). 24 Hektar Naturschutzgebiet zwischen Zetel und Bockhorn mit bis zu 800 Jahre alten Bäumen und einer alten Jagdhütte. Ein Knotenpunktsystem verbindet alle Wege, eine Karte braucht man kaum.
Huntepadd (Start: Karkbäk 15, 27801 Dötlingen). Rund sieben Kilometer an der Hunte entlang durch die Wildeshauser Geest: Buchenwald, Heide, Steilufer, Hügel- und Großsteingräber und eine etwa 1000 Jahre alte Eiche. Unterwegs gibt es Infos zur Glaner Braut und reichlich Rastplätze.
Ahlhorner Fischteich-Weg (Start: Am Karpfen, Baumweg, 49685 Emstek). Fünf Kilometer auf Sandwegen durch das Teichgebiet der Wildeshauser Geest, vorbei an knorrigen Eichen. Vom Beobachtungsturm am Kirchteich lassen sich Wasservögel gut beobachten. Wer mehr will, hängt einen Abstecher in den angrenzenden Urwald an.
Moor und Geest
Kulturland Teufelsmoor (Start: Bahnhof Oldenbüttel, 27729 Hambergen). Der Rundweg "Die zwei Moore" ist knapp 14 Kilometer lang und führt durch die Hammeniederung, über die Hügel der Bremer Schweiz und ins Hamberger Moor mit seinen Moorseen. Ein Heimatmuseum erklärt den früheren Torfabbau. Mit Glück sieht man Libellen und Eidechsen.
Nordpfad Hölzerbruch-Malse (Start: Klusterhof, Bremervörder Str. 50, 27432 Basdahl). 13,4 Kilometer auf flachen Wegen durch Wälder, Sumpf und Bachniederungen an Lune und Geeste, mit dem Skulpturengarten "Blaue Leiter". 2019 als Qualitätsweg ausgezeichnet. Verlängerung nach Hipstedt zum kleinen Wildgehege möglich. Tipp aus derselben Reihe: der Nordpfad Dör't Moor, 2021 zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt.
Heiligenberg Bruchhausen-Vilsen (Start: Parkplatz am Ringberg, Heiligenberg 5, 27305 Bruchhausen-Vilsen). Rund 40 Kilometer Wegenetz durch hügelige Landschaft, mit Klosteranlage und Wassermühle, einem alten Schloss, Aussichtspunkten und alten Sandkuhlen. Zurück geht es von Mai bis Oktober auf Wunsch mit der Museumseisenbahn.
Weser, Deich und Wattenmeer
Elsflether Sand (Start: Parkplatz hinter dem Deich, Am Weserdeich 76, 26931 Elsfleth). Weserhalbinsel zwischen Weser und Hunte mit Deichen, Weiden voller Schafe und Rinder und einem langen Sandstrand, an dem die Schiffe vorbeiziehen.
Naturschutzgebiet Luneplate (Start: Parkplatz Ehemalige Hofstelle, Infopavillon Luneplate, 27612 Bremerhaven). Marschgrünland und Watt mit Wasserbüffeln und Galloway-Rindern. Mehrere Rundwege führen zu Aussichtsturm und Beobachtungsversteck. Im Winter rasten hier über 10.000 Vögel.
Langwarder Groden (Start: Am Kutterhafen, 26969 Butjadingen-Fedderwardersiel). Vier Kilometer Rundweg über den Vordeich, mit Infos zu Salzwiesen, Ebbe und Flut. Eine lange Holzbrücke führt über das Sieltief direkt ins Weltnaturerbe Wattenmeer. Je nach Saison sind Zugvögel oder Robben zu sehen.
Vor dem Start
Feste Schuhe und etwas Proviant reichen für die meisten Touren. Viele Wege sind flach und auch für Einsteiger oder Familien geeignet. Im Herbst lohnen sich besonders die Waldtouren, im Winter die Vogelgebiete an der Küste.
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