Wandern in und um Bremen: 12 Routen für Naturfreunde
Der Herbst eignet sich gut für lange Spaziergänge in der Natur, und rund um Bremen gibt es dafür reichlich Auswahl. Von urigen Wäldern über Moorlandschaften bis zum Wattenmeer ist für viele Ansprüche etwas dabei.
Wälder und Naturschutzgebiete in der Region
Wer durch alte Wälder wandern möchte, findet gleich mehrere lohnende Ziele im Bremer Umland. Der Huntepadd bei Dötlingen führt auf knapp sieben Kilometern durch einen Buchenwald und vorbei an einer 1000 Jahre alten Eiche sowie historischen Hügelgräbern. Nicht weit entfernt liegt der Ahlhorner Fischteich-Weg, eine fünf Kilometer lange Route durch die Teichlandschaft der Wildeshauser Geest mit einem Beobachtungsturm für Wasservögel.
Noch älter ist der Urwald Hasbruch bei Hude: Der Wald besteht seit mindestens 2000 Jahren und zählt damit zu den ältesten Deutschlands. Ein zwölf Meter hoher Aussichtsturm bietet einen Blick über die alten Huteeichen. Auch der Neuenburger Urwald zwischen Zetel und Bockhorn punktet mit teils 800 Jahre alten Bäumen auf 24 Hektar Fläche, die über ein Knotenpunktsystem auch ohne Karte zu erwandern sind.
Zwischen Moor, Deich und Wattenmeer
Wer es weniger waldig mag, wird im Teufelsmoor nördlich von Bremen fündig: Der rund 14 Kilometer lange Rundweg "Die zwei Moore" führt durch die Hammeniederung und die Bremer Schweiz bis ins Hamberger Moor, vorbei an einem Heimatmuseum zur früheren Arbeit im Moor.
Maritimer wird es am Elsflether Sand zwischen Weser und Hunte, wo Deiche, Weiden und ein kilometerlanger Sandstrand zum Verweilen einladen. Ähnlich naturnah ist die Luneplate in Bremerhaven: Im Naturschutzgebiet mitten im Fischereihafen leben Wasserbüffel und Galloway-Rinder auf Marschgrünland und Wattflächen, und in den Wintermonaten rasten dort über 10.000 Vögel.
Auch direkt in der Stadt lässt sich wandern: Ein Teilstück des Jakobswegs führt von der Pilgerherberge in Borgfeld über den Bürgerpark und den Bremer Dom bis nach Barrien und ist knapp 23 Kilometer lang.
Was Wanderer jetzt einplanen sollten
Vor dem Start lohnt sich ein Blick auf Startpunkt und Länge der jeweiligen Route, da viele Wege außerhalb Bremens liegen und eine Anfahrt erfordern. Festes Schuhwerk, ausreichend Verpflegung und bei längeren Touren auch Wechselkleidung gehören in jeden Rucksack. Wer die Orientierung unterwegs erleichtern will, kann auf Wander-Apps oder GPS-Geräte zurückgreifen, gerade bei weniger beschilderten Strecken in Mooren und Naturschutzgebieten.
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