Python Tutorial für Anfänger (Teil 2): Die Bausteine deines Codes - Variablen und Datentypen verstehen
Willkommen zurück zum zweiten Teil unserer Python-Serie! Im ersten Teil haben wir Python installiert und unser erstes "Hello World" ausgegeben. Das war der erste Händedruck mit deinem Computer. Heute fangen wir an, dem Computer richtiges Wissen beizubringen.
Stell dir vor, du hättest einen Assistenten, der ein phänomenales Gedächtnis hat, aber absolut keine Ahnung von der Welt. Wenn du ihm sagst: „Merk dir die Zahl 42“, muss er wissen, in welche Schublade er diese Information legen soll. In der Programmierung nennen wir diese Schubladen Variablen.
In diesem Beitrag lernst du, wie du Informationen speicherst, sie veränderst und welche verschiedenen Arten von Informationen (Datentypen) Python überhaupt unterscheiden kann.
Was genau ist eine Variable?
Eine Variable ist im Grunde nichts anderes als ein Name für einen Wert.
In Python ist das Erstellen einer Variable so einfach wie das Schreiben einer Notiz. Du brauchst keine komplizierten Befehle. Ein einfaches Gleichheitszeichen reicht aus:
name = "Frank"
alter = 44
Hier haben wir zwei Variablen erstellt: name und alter. Das Gleichheitszeichen bedeutet in Python nicht "ist mathematisch identisch mit", sondern "weise den Wert auf der rechten Seite dem Namen auf der linken Seite zu".
Wichtige Regeln für Variablennamen:
-
Sie dürfen keine Leerzeichen enthalten (nutze stattdessen den Unterstrich:
mein_name). -
Sie dürfen nicht mit einer Zahl beginnen.
-
Sie sollten aussagekräftig sein. Schreib lieber
benutzer_alterstatt nurx. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken, wenn du den Code nach drei Monaten wieder öffnest!
Die vier wichtigsten Datentypen
Python ist schlau genug, meistens selbst zu erkennen, was für eine Art von Daten du speicherst. Aber du als Programmierer musst die Unterschiede kennen, um Fehler zu vermeiden.
1. Strings (Zeichenketten) – str
Strings sind Texte. Alles, was du in Anführungszeichen (oben) setzt, wird als Text behandelt.
-
Beispiel:
stadt = "Bremen" -
Besonderheit: Du kannst Strings "addieren".
print("Hallo " + "Frank")ergibt "Hallo Frank".
2. Integers (Ganzzahlen) – int
Das sind ganze Zahlen ohne Komma, sowohl positiv als auch negativ.
-
Beispiel:
punkte = 100 -
Mit Integers kannst du ganz normal rechnen:
+,-,*,/.
3. Floats (Gleitkommazahlen) – float
Wenn du Dezimalzahlen brauchst, nutzt du Floats. Wichtig: In der Programmierung nutzen wir einen Punkt statt eines Kommas.
-
Beispiel:
preis = 19.99 -
Wenn du
19,99schreibst, bekommt Python Schluckauf und zeigt dir einen Fehler an.
4. Booleans (Wahrheitswerte) – bool
Das ist der einfachste, aber oft wichtigste Typ. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: True (Wahr) oder False (Falsch).
-
Beispiel:
ist_angemeldet = True -
Booleans sind wie Lichtschalter. Wir brauchen sie später massiv für Entscheidungen im Code (z.B.: "Wenn der Nutzer angemeldet ist, zeige die Seite").
Warum sind Datentypen so wichtig? (Vorsicht: Fehlerquelle!)
Stell dir vor, du versuchst, deinen Namen mit der Zahl 5 zu multiplizieren. Das ergibt keinen Sinn, oder? Python sieht das genauso.
name = "Frank"
zahl = 5
# print(name + zahl) <-- Das würde einen Fehler (TypeError) erzeugen!
Du kannst Text nicht einfach mit Zahlen addieren. Du musst Python erst sagen, dass die Zahl als Text behandelt werden soll oder umgekehrt. Das nennt man Type Casting. Keine Sorge, das schauen wir uns in einem späteren Teil genauer an – für heute reicht es zu wissen, dass Python hier sehr genau unterscheidet.
Interaktion: Den Nutzer fragen
Bisher haben wir Werte fest in den Code geschrieben. Aber Programme werden erst spannend, wenn sie auf Eingaben reagieren. Dafür gibt es den input() Befehl.
Probier das mal in deinem Editor aus:
nutzer_name = input("Wie heißt du eigentlich? ")
print("Schön dich kennenzulernen, " + nutzer_name + "!")
Wenn du das startest, wartet das Programm, bis du etwas tippst und die Enter-Taste drückst. Der Text, den du eingibst, wird in der Variable nutzer_name gespeichert.
Ausblick auf Git: Deine Fortschritte sichern
Wie in Teil 1 versprochen, wollen wir unsere Arbeit professionell verwalten. Wenn du jetzt deine ersten Skripte mit Variablen schreibst, ist das der perfekte Moment, um dein lokales Verzeichnis vorzubereiten.
Im nächsten Teil (Teil 3) werden wir einen kurzen Einschub machen, wie du deine Dateien in ein Git-Verzeichnis legst. So kannst du am Ende der 10 Teile stolz auf eine lückenlose Historie deiner Lernfortschritte blicken. Überleg dir schon mal einen coolen Namen für dein Projekt-Ordner, zum Beispiel Python_Anfaenger_Kurs.
Zusammenfassung
Heute hast du gelernt:
-
Dass Variablen Container für Informationen sind.
-
Dass es verschiedene Datentypen gibt: Text (String), Ganzzahlen (Integer), Kommazahlen (Float) und Ja/Nein-Werte (Boolean).
-
Dass du mit
input()Daten von echten Menschen in dein Programm holen kannst.
Deine Aufgabe für heute (Hausaufgabe)
Jetzt bist du dran! Erstelle ein kleines Python-Skript, das folgende Dinge tut:
-
Frage den Nutzer nach seinem Namen.
-
Frage den Nutzer nach seinem Lieblingshobby.
-
Frage den Nutzer nach einer Zahl (z.B. wie viele Jahre er das Hobby schon macht).
-
Gib am Ende einen Satz aus, der alle diese Informationen kombiniert. Zum Beispiel: "Hallo Frank, cool dass du seit 10 Jahren gerne fotografierst!"
Die Kommentar-Challenge: Kopiere deinen Code (oder die Ausgabe deines Programms) unten in die Kommentare!
-
Zusatzfrage: Welcher Datentyp denkst du, ist die Antwort auf die Frage nach dem Hobby? Ist es ein String, ein Integer oder ein Boolean? Schreib es dazu!
Ich bin gespannt auf eure ersten kleinen Programme! Wir sehen uns in Teil 3.
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